XY*phobie‎ > ‎

schwul

Problem
"Was'n das für 'ne schwule Musik!"
 
Was will dieser Satz ausdrücken? Gefällt die Musik nicht und deswegen ist sie schwul?

"Bist du schwul, oder was?" 

Soll "Bist du schwul, oder was?" zeigen, dass du es auf keinen Fall bist, nur weil dich als Mann* ein Mann* eine Sekunde zu lange in den Arm genommen hat? 

Schwul ist kein Schimpfwort!

Wer es dennoch als solches benutzt, hat noch nicht verstanden, wie sehr die Gesellschaft Schwulsein immer noch diskriminiert. Und dabei geht meinst um Dinge die für Heter@sexuelle so selbstverständlich sind, dass sie sich kaum vorstellen, wie es sich anfühlt, diese nur wegen seiner sexuellen Positioniertheit nicht wahrnehmen zu können. Das Adoptionsrecht wäre da nur eines von vielen Beispielen.

Trotz Antidiskriminierungsgesetz und angeblicher Gleichstellung gibt es noch unzählige Gesetze, die nicht-heter@sexuellen Menschen das Leben schwer machen. Zumindest darf nur noch die katholische Kirche als einziger Arbeitgeber in Deutschland Menschen (nicht nur Pastoren*!) entlassen, die nicht heterosexuell sind. So "braucht" es wenigstens hier nicht das Mittel des Mobbings.

Privilegien heter@sexueller Menschen:

  • Ich kann ziemlich sicher sein, dass meine Zimmernachbar_in, Mitbewohner_innen und Mitschüler_innen sich wohlfühlen mit meiner sexuellen Positioniertheit.
  • Wenn ich eine Zeitschrift zur Hand nehme, fernsehe, oder Musik höre, kann ich sicher sein, dass meine sexuelle Positioniertheit vertreten sein wird.
  • Wenn ich über meine Heterosexualität rede (wie in einem Witz oder wenn ich über meine Beziehungen rede), werde ich nicht beschuldigt, anderen meine sexuelle Positioniertheit aufzudrängen.
  • Ich brauche keine Angst zu haben, dass, falls meine Familie oder Freunde meine sexuelle Positioniertheit herausfinden, es wirtschaftliche, emotionale, körperliche oder psychische Konsequenzen haben wird.
  • Ich werde nicht wegen meiner sexuellen Positioniertheit beschuldigt, missbraucht worden, verzogen oder psychisch verwirrt zu sein.
  • Ich kann von den meisten Treffen, Unterrichtsstunden und Gesprächen nach Hause gehen, ohne mich wegen meiner sexuellen Positioniertheit ausgeschlossen, ängstlich, angegriffen, isoliert, in der Unterzahl, ungehört, auf Abstand gehalten, stereotypisiert oder gefürchtet zu fühlen.
  • Ich werde nie gebeten, für jede_n, der heterosexuell ist zu sprechen.
  • Ich kann sicher sein, dass in mein Unterricht Lehrmittel fordert, die von der Existenz von Menschen mit meiner sexuellen Positioniertheit zeugen.
  • Menschen fragen nicht, warum ich meine sexuelle Positioniertheit gewählt habe.
  • Menschen fragen nicht, warum ich mich entschieden habe, meine sexuelle Positioniertheit öffentlich zu machen.
  • Ich muss nicht fürchten meine sexuelle Positioniertheit Freunden oder Familie zu offenbaren. Sie wird vorausgesetzt.
  • Ich muss meine Heterosexualität nicht verteidigen.
  • Ich kann leicht eine religiöse Gemeinschaft finden, die mich nicht dafür ausschließt, heterosexuell zu sein.
  • Ich habe kein Bedürfnis, meine Hetero-Identität zu markieren.
  • Meine Männlichkeit/Weiblichkeit ist nicht wegen meiner sexuellen Positioniertheit in Frage gestellt.
  • Ich werde nicht mit meiner sexuellen Positioniertheit identifiziert.
  • Wenn ich in ein Kino gehe oder in einer Videothek eine Film leihe, kann ich sicher sein, keine Probleme zu haben, meine sexuelle Positioniertheit repräsentiert zu finden.
  • Ich kann in der Öffentlichkeit mit meiner besseren Hälfte herumlaufen ohne dass Menschen zweimal hingucken oder starren.
  • Ich kann mich entscheiden, nicht politisch über meine sexuelle Positioniertheit zu denken.
  • Ich werde nicht wegen meiner sexuellen Positioniertheit gruppiert.
  • Mein Verhalten als Einzelperson wird nicht zurückgeworfen auf andere Menschen, die sich als heterosexuell identifizieren.
  • In alltäglicher Konversation geht die Sprache, die meine Freund_innen und ich benutzen in der Regel von meiner sexuellen Positioniertheit aus. Zum Beispiel Familie bedeutet heterosexuelle Beziehungen mit Kindern.
  • Menschen gehen nicht davon aus, dass ich sexuell erfahren bin (oder überhaupt Sex habe), nur wegen meiner Positioniertheit.
  • Ich kann eine Person des anderen Geschlechts in der Öffentlichkeit küssen, ohne beobachtet oder angestarrt zu werden.
  • Niemand nennt mich hetero aus Bosheit.
  • Ich werde nicht aufgefordert, darüber nachzudenken, warum ich hetero bin.
  • Menschen können Begriffe, die meine sexuelle Positioniertheit beschreiben, benutzen und positive Dinge meinen anstatt erniedrigende (“ist das schwul” )
Dies waren nur einige der Heter@-Privilegien aus dem Text: Daily effects of straight privilege, die von sanczny.blogsport.eu übersetzt und leicht geändert wurden. Auch ich habe noch einige Dinge gekürzt, die sich auf den Englischen Sprachraum bezogen. Die Orginalübersetzung und Anmerkungen zu den Änderungen gibt es hier:

sanczny.blogsport.eu/2012/09/11/heteroprivilegien/

Kein Schwulenhass?

[Trigger Warnung: Homophobe Beschimpfungen]

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=274613495955391&set=a.237753806308027.58403.118805674869508&type=1
  • unnötig diese menschen! leute wollen gerne anders sein aber die übertreiben es. was bringts dir schwul zu sein sowas ist doch kein leben. // 7. April 2012 um 16:47
  • antii homo...!!!! // 7. April 2012 um 16:59
  • Unnötige Menschen. Verletzten die Menschenehre. // 7. April 2012 um 18:49
  • Schwerwiegende Krankheit // 9. April 2012 um 16:23
  • nöö aber sie müssen ja nich vor mir rummachen  // 10. April 2012 um 12:48
  • Schwuchteln // 10. April 2012 um 13:34
  • was das für eine scheiße 2 jungs küssen sich haram laaannn // 20. April 2012 um 20:31
  • schwule sind die besten Freunde der Frauen da müssen wir wenigstens keine Angst haben das sie uns anfassen Mehr anzeigen //21. April 2012 um 13:23
  • ihh //22. April 2012 um 12:57
  • Bäh //22. April 2012 um 13:39
  • huensöhne ekelige altah!! // 23. April 2012 um 17:08
  • Baah ekelhaft // 6. Mai 2012 um 17:45
  • ekelhaft! // 6. Mai 2012 um 19:57
  • Bah! // 8. Mai 2012 um 21:44
  • Selektion würde diese rasse ausrotten durch unfähigkeit zur fortpflanzung, laut darwin. Solch veröffentlichungen machen das zum trend und deswegen wirds modisch und kommt immer öfter vor. Sollen die ihr leben leben wie die wollen, aber kein vorbild für andere damit sein. 8. Mai // 2012 um 22:12
  • ich hasse keine schwule ich finde sie einfach wiederlich // 10. Mai 2012 um 19:36
  • ich toleriere es heist aba nicht dass ich es gut finde // 10. Mai 2012 um 19:58
  • Ekelick // 10. Mai 2012 um 20:08
  • Fui // 16. Juni 2012 um 08:54
  • wiederlich! // 16. Juni 2012 um 10:42
  • bäääh !!! // 2. Juli 2012 um 18:25
und so weiter und so fort! :(