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bemuttern

Wollen wir weiterhin auch in der Sprache davon ausgehen, dass Zärtlichkeit und Fürsorglichkeit Mutter- bzw. Frauenaufgabe sind?

In einer Umgebung die geprägt ist von heterosexuellen Zweierbeziehungen sind leider immer noch die familiären Reproduktionsarbeiten (z.B. für im Haushalt lebende Kinder und Angehörige) größtenteils an Frauen gebunden. Sie haben weniger Zeit für Beruf und gesellschaftliche Leistungen verdienen immer noch im Schnitt weniger Geld und müssen z.B. im Beruf für gleiche Anerkennung mehr leisten.

Was ist mit den Männern? Werden sie erst gar nicht angesprochen, wenn es darum geht Kinder zu bemuttern? Warum hat der deutsche Wortschatz kein Wort wie bevatern hervorgebracht? Sind Männer dazu "von Natur aus" ungeeignet? Oder haben sie nur eine andere, fest zugewiesene Aufgabe im Model Norm-Familie?

Wer sich sprachlich dagegen verwehren will, kann z.B. Worte sagen wie umsorgen oder gar neue schöpfen wie betüddeln.
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