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Farbige*

Oft benutzen Menschen das kollonialzeitliche, sprachliche Überbleibsel  "Farbige*" (Vgl. Dunkelhäutige*) um Menschen zu bezeichnen, die sie als nicht "weiss" einstufen. Das Wort kam in den 50er Jahren auf, als Ersatz für das "N-Wort" auf.

Das Wort farbig induziert aber, dass es einen Grundzustand (weiss) gäbe und alles andere etwa eingefärbt sei. 

Da aber auch "weisse" Menschen sind nicht wirklich weiss sind, sondern z.B. rosa, bezeichnen "weisse" nur die Menschen als "weiss", die sie (gerne auf Grund einer vermeintlichen Herkunft) als "ihresgleichen" ansehen. Hier sei nur kurz die von Kindern häufig angewandte Terminologie "Hautfarbe" als Bezeichnung für eine helle Malfarbe erwähnt, die schon mal per se nur alle hellen Hauttöne als Grundzustand annimmt.

Dies führt zu unvorstellbar vielen diskriminierenden Ausschlüssen im sozialen, beruflichen und ökonomischen, die in der Regel von den Unterpigmentierten ausgeübt werden. 

Im diskriminierungsfreien, deutschen Sprachgebrauch hat sich als politische Selbstbezeichnung "Schwarze*" für alle von "weissen" als "nicht-weiss" konstruierten Menschen durchgesetzt. Dies macht kenntlich, dass es sich bei schwarz (wie auch bei weiss) nicht um Farben sondern, um eine soziale Konstruiertheit handelt. 

Es macht daher wenig Sinn mit "Aber die Person XY ist doch gar nicht richtig Schwarz" oder gar mit "... ist nur ein bisschen braun" zu argumentieren. Im Ausschlussprinzip Nicht-weiss, gibt es keine Abstufungen!

Gedicht eine_r unbekannten Autor_in

When I was born, I was black,
When I grew up, I was black,
When I'm sick, I'm black,
When I go out in the sun, I'm black,
When I'm cold, I'm black,
When I die, I'll be black,

But you, 

When you're born, you're pink,
When you grow up, you're white,
When you're sick, you're green,
When you go out in the sun, you go red,
When you're cold, you go blue,
When you die, you'll be purple, 

And you have the nerve to call me colored! 


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