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Ich bin doch nicht ...

Problem
“Bist du behindert?”, “Bin ich denn blind?” oder “Ich bin doch nicht taub!”

Diese Sätze kann mensch auf viele Arten sagen, doch tun sie immer das selbe:

Die Frage: “Bist du behindert?” einer nicht als behindert wahrgenommen Person gestellt, soll diese abwerten und stellt so einen abwertenden Bezug zu dem Wort “behindert” und allen, von der Gesellschaft als solchen konstruierten Menschen her.

Menschen, die tatsächlich Behinderung erfahren, werden hier auf eine Eigenschaft reduziert und als Projektionsfläche eigener Unfähigkeiten benutzt.

Irving Zola

"Ir­ving Zola ent­wi­ckel­te die Theo­rie des so­zia­len Mo­dells von Be­hin­de­rung.

Be­hin­de­rung ist dem­nach keine Krank­heit son­dern die Un­fä­hig­keit der Ge­sell­schaft Men­schen mit spe­zi­el­len Be­dürf­nis­sen zu in­te­grie­ren. Es im­pli­ziert au­ßer­dem, dass die stän­di­gen me­di­zi­ni­schen Ver­su­che zu „hei­len“, „re­pa­rie­ren“ häu­fig nicht mit dem Ein­ver­ständ­nis der „Pa­ti­en­t_In­nen“ ein­her­geht.

Diese Ver­su­che füh­ren bloß zu einem stän­di­gen Ge­fühl nicht „rich­tig“ zu sein, we­ni­ger wert zu sein. Dies macht es dem­ent­spre­chend noch schwie­ri­ger, selbst­be­wusst gegen Dis­kri­mi­nie­rung und für die ei­ge­nen Rech­te zu kämp­fen."

(Quelle: http://irvingzolahaus.blogsport.de/irving-zola/ 26.2.14)

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